Portraitfotografie mit Fensterlicht

Fenster wurden vor der Entdeckung künstlicher Lichtquellen jahrzehntelang zur Beleuchtung von Portraitfotos genutzt. Arthur Hammond zufolge benötigen Amateur- und Profifotografen nur zwei Dinge zur Beleuchtung eines Portraits: ein Fenster und einen Reflektor. Auch wenn Fensterlicht im Vergleich zu künstlichem Licht weniger Möglichkeiten bietet, bleibt Amateurfotografen reichlich Raum für Experimente. Ein weißer Reflektor, der so platziert wird, dass er Licht in die dunklere Hälfte des Gesichts des Fotomodells reflektiert, sorgt für einen Kontrastausgleich. Die Belichtungszeiten sind möglicherweise etwas langsamer als üblich, sodass ein Stativ verwendet werden muss, aber das Licht ist wunderbar weich und kräftig.

Die Morgenstunden und der späte Nachmittag gelten als die besten Zeiten für Fensterlichtportraits, da hier das Licht intensiver durch das Fenster scheint. Mit Vorhängen, Reflektoren und lichtdämmenden Abschirmungen wird ein weicheres Licht erzielt. Mit Spiegeln und Glasscheiben wird dagegen das Licht verstärkt. Gelegentlich werden bunte Glasscheiben, Filter und reflektierende Objekte genutzt, um das Portrait mit Farbeffekten zu versehen. Das Arrangement von Schatten und weichem Licht sorgt auf Fensterlichtportraits für einen unverkennbaren Effekt, der sie von Portraits in künstlichem Licht abhebt.

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